Nachsorge im Brustzentrum
Ich bin zwar alle vier Wochen in der Klinik und im Brustzentrum zur Blutentnahme, aber bei meiner behandelnden Ärztin dort war ich schon eine ganze Weile nicht mehr. Meine Medikamente bekomme ich ebenfalls im Brustzentrum, da dies immernoch onkologisch begleitet werden muss. Im Mai stand also eine Mammographie, ein Ultraschall und ein Arztgespräch in meinem Kalender. Ebenso hatte ich einen Termin für die Knocheninfusion Zometa vereinbart, da ich diese nach meinem Orthopädenbesuch nun doch für zwei weitere Jahre bekommen muss. Das Gute war, dass ich die Infusion mit der Blutentnahme, dem Ultraschall und dem Arztgespräch kombinieren konnte. Somit war ich einen ganzen Vormittag im Brustzentrum unterwegs. Und ich konnte noch eine Mitaptienten besuchen, die wegen einem Darmverschluss überraschend stationär aufgenommen werden musste. Solche Besuche schiebe ich nicht mehr auf, denn ich habe es nun schon zweimal erlebt, dass dann das Ende viel zu schnell kam. Das ist bei uns Krebspatienten nun einmal so.
Die Mammographie hatte ich einige Tage vorher und somit lag auch dieser Befund beim Arztgespräch vor. Weder im Ultraschall noch in der Mammographie gab es einen Anhalt für ein neues Tumorgeschehen. Ein Befund, der mich gerade in dieser Zeit sehr erleichtert hat. Ich mache mich vor solchen Untersuchungen zwar nicht verrückt, aber dennoch ist es mehr als positiv, wenn in den bildgebenden Verfahren nichts Auffälliges zu sehen ist. Klar, die Untersuchungen begrenzen sich auf die Brust. Der Rest des Körpers ist aussen vor. Das finde ich nicht in Ordnung, denn nicht selten wachsen Tumorzellen auch ausserhalb des ursprünglichen Tumorfeldes. Aber diese Untersuchungen sind nicht vorgesehen. Da muss ich einfach auf meinen Körper vertrauen, dass er mir frühzeitig signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Aber ich versuche mir darüber keine großen Gedanken zu machen, die mein Leben negativ beeinflussen könnten.
Meine Blutwerte waren diesmal nicht ganz in Ordnung – eine Leukopenie, die nach einer Woche noch einmal kontrolliert werden musste. An der Dosierung meiner Medikamente wurde nichts geändert. Nach einer Woche waren die Leukos wieder auf Normalnivaeu bei 3,3. Das liegt natürlich immernoch deutlich unterhalb der Normalwerte, ist aber für die Onkologen und meine Therapie nicht ungewöhnlich. Was mir diesmal aber zugesetzt hatte, war die Knocheninfusion. Ich hatte heftige Knochen- und Muskelschmerzen und war sehr abgeschlagen. Also habe ich zwei Tage mal etwas ruhiger gemacht und mehr Pausen eingelegt. Auch mal nicht verkehrt. Ich höre einfach mehr auf meinen Körper und manche Dinge gehen sowieso kräftemäßig nicht immer.
Für dieses Jahr sind im Brustzentrum keine weiteren Termine anberaumt. In einem Jahr gibt es dann wieder die Mammographie und den Ultraschall. Meine dreimonatige Nachsorge bei meiner Frauenärztin bleibt weiterhin bestehen. ABER – ich muss nach wie vor alle vier Wochen zur Blutkontrolle in die Onkologie. Das habe ich diese Woche erfahren. Meine Hoffnung war, dass die Zyklen sich verlängern. Somit werde ich bis August 2028 einmal im Monat zur Blutentnahme in der Hochtaunusklinik sein müssen. Gut ist, das die Uhrzeiten und Tage recht flexibel sind. Ich muss alle vier Wochen innerhalb der Woche in der Zeit zwischen 11 und 14 Uhr da gewesen sein. Das gibt mir doch eine größere Flexibilität, um diesen Termin mit anderen Terminen verbinden zu können. Willkommen im Leben einer Krebspatientin, in meinem ganz persönlichen Marathon.
