Eine Woche, zwei Arztbesuche
Die letzte Woche war wieder richtig vollgepackt. Zwei Arztbesuche, Frisörtermin, Enkelwochenende, Karnevalssitzung und Restaurantbesuch. Irgendwie stehen im Moment sehr viele Termine an, mal schauen wann es etwas ruhiger wird. Der erste Arzttermin war Montag – Kontrolletermin bei der Neurologin. Eine erneute Nervenmessung zeigt, dass sich das Karpaltunnelsyndrom nicht verändert hat und noch immer vorhanden ist, aber durch die Ergotherapie offensichtlich eine für mich wahrnehmbare Besserung eingetreten ist. Solange mir die Übungen für zu Hause helfen, bleibe ich vor einer Operation verschont. Sollten die Beschwerden wieder stärker werden, ist ein operativer Eingriff angebracht. Die Ärztin und ich hoffen, dass mir das noch eine ganze Weile erspart bleibt. Wir verbleiben, dass ich mich erneut melde, wenn eine Verschlechterung eintritt.
Auch bei der Frauenärztin stand der 3-Monats-Nachsorgetermin an. Die Krebsvorsorge wurde ebenfalls gleich mitgemacht. Da ich Kassenpatient bin, darf der Abstrich vom Gebärmutterhals nur alle drei Jahre abgerechnet werden. Ich hatte gehofft, dass sich das bei einer schon bestehenden Krebserkrankung ändert. Nein, falsch gedacht. Oben und unten haben nichts miteinander zu tun. Allerdings wäre ich nicht die erste Patientin, die zuerst Brustkrebs und dann Eierstockkrebs bekommt. An der Brust ist zum Glück auch alles in Ordnung. Ich habe noch eine größere Zyste, die auch etwas Kalkablagerungen hat. Diese spüre ich und hat mich etwas beunruhigt. Aber meine Ärztin gibt Entwarnung – sie hat sich seit dem letzten Besuch nicht verändert. Als Krebspatient wird man mit dieser dauernden Angst leben müssen. Bis zum Juli 2028 muss ich noch alle drei Monate zur Nachsorge und werde somit doch recht engmaschig kontrolliert.
Bei all dem Stress und dem vollen Terminkalender haben wir uns seit langem mal wieder einen ausgiebigen Restaurantbesuch gegönnt. Wir machen das sehr selten. Es ist einfach teuer und ich koche auch ganz gern zu Hause. Diesmal ging es indisch essen. Das Restaurant kannten wir noch nicht, waren aber von allem sehr begeistert. Sehr gutes Essen, ein richtig schönes Lokal. Wir werden sicher wiederkommen.
Der Freitag stand ganz unter dem Zeichen des Karnevals. Ich war erneut auf einer Veranstaltung eingeladen, um unSICHTBAR vorzustellen. Diesmal handelte es sich um eine Damensitzung und somit hat mich unsere älteste Tochter begleitet, die uns auch im Projekt unterstützt. Es war ein toller Abend, wir haben es beide sehr genossen. Für sie war es mal wieder ein Abend ohne Kinder, der Kleinste ist ja erst knapp fünf Wochen alt. Mit meiner Vorstellung auf der Bühne war ich der zweite Programmpunkt und der Zuspruch im Saal war überwältigend. Die Spendenboxen, die wir durch die Reihen gegeben haben, waren am Ende prall gefüllt. Ich bin immer wieder überwältigt von so viel Anteilnahme und Unterstützung für das Projekt.
Kurz vor Mitternacht sind wir überglücklich nach Hause gefahren und ich habe bei unserer Tochter übernachtet. Die Nacht war extrem kurz, denn bereits um kurz vor sechs Uhr morgens kam unsere Enkelin zu mir ins Bett gekrabbelt. Wir haben noch knapp zwei Stunden gekuschelt, Geschichten erzählt und Herkules auf der Toniebox angehört. Da die Eltern aktive Karnevalisten sind und mit dem Verein auf einem Karnevalszug mitliefen, nahm ich die Kleine also mit zu uns. Der Opa wartete schon mit dem Frühstück auf uns beide und wir starteten entspannt in den Tag. Allerdings war ich todmüde. Am Nachmittag fand noch ein kleiner Karnevalsumzug direkt bei uns im Dorf statt. Als Einhorn verkleidet, nur die Kleine, besuchten wir diesen, damit wir alle auch mal an die frische Luft kommen. Es war eisig kalt, aber die Taschen mit Kamelle gut gefüllt. Die Kleine ist noch etwas scheu beim Aufheben der Leckereien, aber das kommt sicher noch mit dem Älterwerden. Also haben die Erwachsen aufgesammelt und das Kind stand daneben.
Der Allerkleinste war mit seinen Eltern auf zwei Umzügen, die er verschlafen hatte. Aber seine Mama äußerte dann beim Abholen der Enkelin bei uns, dass sie doch im nächsten Jahr gerne mal wieder ohne Kind beim Karnevalsumzug mitmachen würde. Also haben wir diesen Termin schon einmal in unserem Kalender geblockt. Wenn wir das ermöglichen können, tun wir das natürlich sehr gern.

