Start ins neue Jahr
Wie angekündigt und erhofft, waren die letzten Tage eher ruhig. Den Silvesterabend haben wir mit unserer Enkeltochter und ihren Eltern verbracht und sind ganz ruhig ins neue Jahr gestartet. Als wir am Neujahrstag gegen Mittag wieder zu Hause waren, haben wir uns direkt zum Faulenzen auf unser geliebtes Sofa begeben. Das muss auch mal sein. Nichts ist wichtiger, als auf sich selbst zu achten und dem Körper die Ruhe zu geben, nach der er verlangt. Das hat uns beiden sehr gut getan.
Am Samstag waren wir mit meiner Krebsfreundin und ihrem Mann zum Frühstück verabredet. Wir haben uns seit dem Tod unserer Mitpatientin noch nicht wieder gesehen. Umso emotionaler fiel dieses Wiedersehen aus. Unsere verstorbene Freundin hatte sich dieses Treffen so sehr gewünscht und nun sind wir nur noch zu viert. Uns beide nimmt das immer noch sehr mit, denn wir gelten im Moment als geheilt. In den kommenden Wochen wird die Beerdigung sein. Wir sehen ihren Mann wieder und bekommen vielleicht auch eine Antwort auf unsere Frage, warum am Ende alles so schnell und für uns absolut überraschend ging.
Meine erste Therapiestunde in der Ergotherapie war ebenfalls diese Woche. Ich habe das Gefühl, dass der Arm auch dank der Übungen, die ich zu Hause mache, langsam besser wird. Vielleicht komme ich doch um eine Operation herum. Das wird sich allerdings erst bei der erneuten Nervenmessung im Februar zeigen. Die Ergotherapeutin ist zumindest sehr zufrieden mit diesem kleinen Erfolg. Und es gab noch eine schöne Begebenheit bei der Ergo. Ich hatte meiner Therapeutin von unSICHTBAR erzählt und ihr auch einen Flyer gegeben. Diesen hat sie ihren Kolleginnen gezeigt. Da die Ergotherapie jedes Jahr eine Weihnachtsspende an gemeinnützige Organisationen macht, fiel diesmal die Wahl auf mein Projekt. Als sie mir das erzählte, war ich mal wieder sprachlos. Es gibt einfach viele gute Menschen in meinem Umfeld.
Und auch eine Steuerberaterin habe ich endlich gefunden, die uns bei unSICHTBAR unterstützen wird. Das war gar nicht so einfach und fühlte sich an, wie auf der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. Zum Glück ist das nun vom Tisch und wir können mit der offiziellen Buchführung starten – wenn endlich die Steuernummer vom zuständigen Finanzamt kommt. Am 13. Dezember beantragt und noch immer keine Post erhalten. Die Amtsmühlen mahlen echt langsam. Hab ich schon erzählt, dass meine Krebsfreundin bei den Finanzen unterstützen wird? Es hat sich so ergeben. Und sie wird uns auch bei den Fotoshootings helfen. Großartig und ich bin sehr dankbar dafür.
Und das Enkelkind? Lässt auf sich warten. Heute ist Termin, aber es ist noch alles ruhig. Bei dem Wetter da draußen kann ich es auch gut verstehen, wenn der kleine Mann noch etwas in Mamas Bauch bleiben will. Wir haben Minusgrade teilweise im zweistelligen Bereich, Schnee und Regen, der auf gefrorenen Boden trifft. Nicht das beste Wetter zum Autofahren.
